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Vollmachten

Kann oder will jemand ein Rechtsgeschäft nicht selbst vornehmen, etwa weil er krank oder sonst verhindert ist (bspw. längere Urlaubsabwesenheit), so muss bzw. kann er sich durch jemand anderen vertreten lassen.

Das Bürgerliche Gesetzbuch bezeichnet das rechtsgeschäftliche Handeln im Namen des Vertretenen als „Vertretung“. Erfasst werden damit verschiedene Erscheinungsformen des Handelns für einen anderen.

Eine Stellvertretung ist grundsätzlich ausgeschlossen bei höchstpersönlichen Rechtsgeschäften, wie der Eheschließung, der Testamentserrichtung oder dem Erbvertrag.

Die bindende Wirkung einer Vertretung hängt davon ab, ob der Vertreter Vertretungsmacht hatte oder der Vertretene das Rechtsgeschäft nachträglich genehmigt hat.

Die Vertretungsmacht gibt dem Vertreter also die Möglichkeit, den Vertretenen durch Erklärungen zu binden; sie wirkt nach außen. Der Vollmachtgeber bleibt selbstverständlich weiterhin befugt, seine Angelegenheiten wie bisher zu regeln. Nur kann er sich, wenn er dies möchte, im Verhinderungsfalle seines Stellvertreters bedienen.

1. Vertretungsmacht durch Gesetz

Die Vertretungsmacht kann zum einen durch Gesetz begründet werden; in diesem Fall ist sie ein Mittel des Schutzes und der Fürsorge.

Bei Kindern und Jugendlichen sind die Eltern oder der Vormund gesetzliche Vertreter.

Kann ein Erwachsener aufgrund psychischer Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbst besorgen, so erhält er einen Betreuer. Dieser ist dann sein gesetzlicher Vertreter.

2. Vertretungsmacht durch Vollmacht

Die Vertretungsmacht kann bei einem Erwachsenen auch dadurch begründet werden, dass einem Dritten Vollmacht erteilt wird.

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